Discographie

 

Netzer Lieder

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Maria Erlacher, Sopran
Andreas Lebeda, Bariton
Annette Seiler, Hammerflügel
Nikolaus Walch, Horn

Einen Querschnitt durch das reiche Liedschaffen von Joseph Netzer bietet die zweite CD der Reihe musikmuseum, entstanden anlässlich seines 200. Geburtstags. Heute gilt Netzer als einer der bedeutendsten Tiroler Komponisten des 19. Jahrhunderts. Insbesondere mit seinen Liedern wurde er auch außerhalb Tirols bekannt. Einfühlsam und meisterlich interpretiert von Maria Erlacher, Andreas Lebeda, Nikolaus Walch und Annette Seiler.

ENSEMBLE AMARENA: Romantische Liebesperlen

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Maria Erlacher, Sopran
Markus Forster, Altus
Alexander Ringler, Hammerklavier
Tauchen Sie ein in die einfühlsame historische Liebesgeschichte von Lina und Johann. Die Grundlage der bezaubernden CD liefern die Originalbriefe eines Innsbrucker Liebespaares aus den Jahren 1844 -45, sowie Duette, Lieder und Klavierstücke von Mozart, Schumann, Mendelssohn u.a. Gesungen UND gelesen von beiden Sängern! Ein Juwel!

Frühling und Liebe

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Maria Erlacher, Sopran
Klemens Sander, Bariton

Annette Seiler, Klavier

Josef Pembaur (1848-1923) gehört zu den bedeutendsten und interessantesten Persönlichkeiten der Tiroler Musikgeschichte. Pembaur war Kompositionsschüler Bruckners in Wien und Rheinbergers in München. Seine musikalischen Studien absolvierte er mit Bravour, so dass er bereits im Alter von 26 Jahren zum Musikdirektor seiner Heimatstadt Innsbruck berufen wurde. Als solchem oblag ihm die Leitung des Musikvereins: Er organisierte und leitete die Konzerte des Musikvereinsorchesters, stand der Musikschule des Vereins vor und unterrichtete selbst. Er erwies sich außerdem in seinen vielfältigen musikalischen Unternehmungen als tatkräftiger Organisator und Künstler internationalen Formats. Mit der Komposition von Liedern beschäftigte sich Pembaur sein ganzes Künstlerleben lang: In der Wiener Deutschen Kunst- und Musikzeitung vom 11.1.1902 wird Pembaur ausführlich gewürdigt, unter anderem als Liedkomponist ersten Ranges: ‚Als Componist hat er so ziemlich alle Gebiete mit großen Er-folgen betreten, am bedeutendsten ist er auf dem Gebiete der Liedcomposition‘.

Viviani

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Maria Erlacher, Sopran
Nele Gramß, Sopran
Markus Flaig, Bassbariton

Gottfried von der Goltz, Violine
Amandine Bernhardt, Violine
vita & anima

Hochvirtuose Motetten und exquisite Instrumentalwerke des Innsbrucker Hofkapellmeisters Giovanni Buonaventura Viviani (1638–1692) stehen auf dem Programm dieser CD. Eine Auswahl von Werken aus Vivianis Sammlung „Salmi, Motetti e Litanie“ op. 5 erklingt als Ersteinspielung in der Interpretation hervorragender GesangssolistInnen und des Ensembles vita & anima unter der Leitung von Peter Waldner. Gottfried von der Goltz, Konzertmeister des Freiburger Barockorchesters, spielt weiters Werke für Violine solo aus den „Capricci armonici“ op. 4 (Venedig 1678), einer Maßstäbe setzenden Sammlung barocker Kammermusik.

 
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JOAZ
Azione Sacra in due parti, Vienna l’anno 1726

Libretto di Apostolo Zeno (1668 – 1750)
Musica di Benedetto Marcello

Athalia: Maria Erlacher (Sopran)
Joaz: Markus Forster (Altus)
Josabet: Ulrike Hofbauer (Sopran)
Joiada: Dominik Wörner (Bass)
Mathan: Daniel Johannsen (Tenor)
Azaria: Martin Bruns (Bariton)

Neue Hofkapelle München
unter der Leitung von Christoph Hammer

Benedetto Marcello (1686 – 1739), Sohn eines venezianischen Senators, war eine vielseitig begabte und interessierte Persönlichkeit. Ausgebildet in Musik, Literatur und Jurisprudenz, war er über zwei Jahrzehnte hin politischer Baemter der Lagunenstadt und betätigte sich gleichsam nebenher nicht nur als Literat, Poet und Theoretiker, sondern auch als Komponist von Instrumental- und Kammermusik sowie Messen, Oratorien, Kantaten, Duetten und Bühnenwerken. Anno 1725 komponierte er für Kaiser Karl VI. eine Serenata und kurz darauf ebenfalls für Wien das Oratorium JOAZ auf ein Libretto des dortigen Hofpoeten Apostolo Zeno. Hier trifft man auf einen Komponisten, der in umfassender Kenntnis geläufiger Formen, Stile und Techniken und bei aller Achtung zeitgemäßer Strukturen es sich nicht nehmen ließ, eigenwillig die Grenzen der Konvention zu überschreiten.

Molitor Motetten

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Maria Erlacher, Sopran
Gerlinde Sämann, Sopran
Markus Flaig, Bassbariton

Mit ihrer feinsinnigen Textausdeutung und der fließenden Melodik steht die Musik des Franziskanerpaters Ingenuin Molitor (um 1610-1669) auf der Höhe der Zeit. Sie zeugt von der hochstehenden Sakralmusikpflege im Tirol des 17. Jahrhunderts. Die Ensembles ‚Vita & Anima‘ und ‚La Dolcezza‘, beide bestehend aus Spezialisten für die historische Aufführungspraxis Alter Musik, widmen sich Motetten und Ensemblecanzonen Molitors.

Carmina Burana

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Maria Erlacher, Sopran
Markus Forster, Altus
Frederik Baldus, Bariton

Anlässlich des 10 jährigen Bestandsjubiläums des Tiroler Landesjugendchor stand das Projekt des Tiroler Landesjugendorchester 2016 ganz im Zeichen der Vokalmusik. Mit Carl Orffs „Carmina Burana“ wurde eines der meistgespielten Chorwerke ausgewählt, welches im Oktober 2016 in zwei der größten Konzertsäle Tirols von über 200 Mitwirkenden aufgeführt wurde. Unter der Leitung des jungen italienischen Dirigenten Vito Cristofaro wurde bei den beiden Jubiläumskonzerten ein bunter Querschnitt durch die Chorliteratur geboten mit Carl Orffs „Carmina Burana“ als krönenden Abschluss. Eine Auswahl des Programmes wurde für diese Produktion verwendet und 2017 zum 25 jährigen Bestehen des Tiroler Musikschulwerkes als CD präsentiert.

Tyrolienne

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Maria Erlacher (S)
Markus Tilly (A)
Martin Mitterrutzner (T)
Martin Kluibenschädl (Bariton)
Hans Rainer (B)
Günther Simonott (Hammerflügel), Stubenmusik des Ferdinandeums

Diese überaus bemerkenswerte CD-Produktion enthält die Ersteinspielung des Repertoires der Tiroler Nationalsänger Geschwister Rainer aus Fügen im Zillertal, wie diese es 1827 in London mit großartigem Erfolg präsentiert haben. Die Darbietungen der fünf Sänger – einer Frau und vier Männer – hatten dermaßen Eindruck gemacht, dass noch im selben Jahr eine Ausgabe ihrer Lieder im authentischen Satz und mit Klavierbegleitung, bearbeitet von Ignaz Moscheles, in London erschien. Unsere Produktion basiert auf dieser Quelle, sowohl was die Besetzung der Lieder mit fünf Singstimmen betrifft, als auch in der Verwendung eines Hammerfügels (Johann Georg Gröber, Innsbruck, um 1825). Zur Abrundung der Programmfolge wurden Tiroler Tänze aus historischer Überlieferung in Stubenmusikbesetzung mit Geigen, Klarinetten, Schwegel, Hackbrett, Harfe und Streichbass eingefügt.

Geschwister Rainer – Jodler, Der Schweizerbue, Der Alpenjäger, Sagt er, Die Frühlingszeit, Die Gamsen, All enk Nachbarsleuten, Der Tyroler Landsturm, Wann i morgens früh aufsteh, Das Schützenlied, War’s vielleicht um eins,
Felix RAINER – Lauterbach, Auf d’Alm Zillertaler Tänze, Tiroler Bauerntänze

Bartolome de Selma

bartolome de selma

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Maria Erlacher, Sopran

Ars Antiqua Austria, Leitung: Gunar Letzbor

Bartolomé de SELMA Y SALAVERDE – Canzoni fantasie e correnti da suonar, Venedig 1638 (Auswahl)

Bartolomé de Selma y Salaverde wurde in Cuenca/Spanien geboren. Er war ein Sohn des 1616 in Madrid verstorbenen Hofmusikers Bartolomé de Selma. Nachdem er in seiner Heimat musikalisch ausgebildet worden und in den Augustiner-Orden eingetreten war, bereiste er Mitteleuropa. Während der Jahre 1628 bis 1630 wirkte er als Fagottist in der Hofkapelle Erzherzog Leopolds zu Innsbruck. Der Tiroler Landesfürst hatte nach seiner Verheiratung mit der Florentiner Fürstentochter Claudia von Medici seine Hofkapelle beträchtlich vergrößert und nach italienischem Muster eine aufwändige und prachtvolle Hofhaltung eingeführt. Die Innsbrucker Residenz leistete sich beste Kräfte, so auch den bedeutendsten Fagottisten seiner Zeit Bartolomé de Selma y Salaverde. Nach den wenigen erhaltenen Zeugnissen zu seiner Biographie dürfte der spanische Augustinermönch ein unstetes Wanderleben geführt haben. Dass er sich in Innsbruck so lange aufhielt, muss mit den ausgezeichneten Bedingungen in Zusammenhang stehen, die er hier vorfand. Noch in seinem 1638 in Venedig erschienenen umfangreichen Druck von Tänzen und Instrumentalstücken bezeichnet er sich auf dem Titelblatt stolz als Musicus & Suonator di Fagotto Erzherzog Leopolds. Dieses Sammelwerk gehört zu den bemerkenswertesten Drucken von Instrumentalmusik in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. De Selma y Salaverdes großartiges Kompendium enthält insgesamt 57 Kompositionen, darunter Canzonen, Fantasien und ein Reihe von Tänzen wie Balletti, Gagliarde und Correnti. Manfred Schneider, Kustos für Musik im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck, hat für dieses Konzert-CD-Projekt eine repräsentative Auswahl von 25 Stücken getroffen, die vom Ensemble Ars Antiqua Austria unter der Leitung von Gunar Letzbor im Rahmen des Barockfests 2004 des Ferdinandeums effektvoll und begeisternd realisiert wurde.

 

 

Requiem Aeternam

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Maria Erlacher – Sopran
Martina Gmeinder – Alt
Wilfried Rogl – Tenor
Andreas Mattersberger – Bassbariton
Vokalensemble NovoCanto
Bläserensemble des Ferdinandeums
Leitung: Ernst Schlader

Die CD enthält Werke der Frühromantik in großer Harmoniemusikbesetzung (25 Bläser auf historischen Instrumenten): Den großartigen Trauermarsch für das Begräbnis von Norbert Burgmüller aus der Feder von Felix Mendelssohn Bartholdy (als Ersteinspielung in neuerer Zeit in der Originalbesetzung, u. a. mit hohen F-Klarinetten, Bassetthörnern und englischem Basshorn), ein Requiem und ein Miserere sowie das Proprium zur Harmoniemesse von Jakob Schgraffer (1799-1859) und die große doppelchörige Motette „Leiden und Tod Jesu“ von Josef Netzer (1808-1864). Diese CD ist ein weiterer Meilenstein in der Wiederentdeckung der Bläsermusik der Frühromantik, bei der die Tiroler Landesmuseen eine Vorreiterrolle übernommen haben.

 

Rufinatscha Lieder

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Maria Erlacher, Sopran
Andreas Lebeda, Bariton
Annette Seiler, Hammerklavier

Tiroler Romantik

Das Liedschaffen des Tiroler Komponisten Johann Rufinatscha ist zwar nicht besonders umfangreich, dennoch zählen seine Lieder zu den qualitätsvollsten Gattungsbeiträgen der Romantik und brauchen den Vergleich mit Werken seiner Zeitgenossen Schumann und Brahms nicht zu scheuen. Maria Erlacher (Sopran), Andreas Lebeda (Bariton) und Annette Seiler (Hammerflügel) stellen hier eine repräsentative Auswahl vor.

 

 

Pembaur F-Dur Messe

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Josef Pembauer komponierte sein kirchliches Meisterwerk kurz nach seiner Ernennung zum Musikdirektor in Innsbruck. Er war damals erst 28 Jahre alt. Mit dieser großartigen Komposition wollte er sicherlich demonstrieren, was er als Schüler Anton Bruckners und Josef Rheinbergers als Komponist zu leisten imstande war. Die hier dokumentierte Endfassung als Plenariumsmesse für den Ostersonntag mit Graduale und Offertorium erhielt dieses grandiose Werk im Jahr 1884. Pembaurs Vorbild ist unzweifelhaft Beethovens Missa solemnis, die schon der Maßstab für das kirchenmusikalische Schaffen seines genialen Lehrers Anton Bruckner gewesen ist. Das unerreichbare Vorbild hat aber Pembaurs Fantasie nicht eingeengt, sondern beflügelt, und viele Details in seiner Messe sind überzeugende Novitäten. Dies hat schon der Dirigent der Uraufführung des Werks in der Wiener Italienischen Kirche, Cyrill Wolf, hervorgehoben. Auf das von ihm gefertigte Particell schrieb er den Vermerk, dass Pembaurs Messe von der gewöhnlichen Schablone der Composition abweicht. In allen Teilen der prachtvollen Komposition manifestiert sich hingegen der Wille einer großartigen Schöpfung.

Höhepunkte der Gestaltung sind gewiss die weiträumige Doppelfuge im Sanctus und der Schlussabschnitt der Messe von unbeschreiblicher Schönheit voll Zuversicht und Verklärtheit im Dona nobis pacem. Josef Pembaur hat mit dieser Messe weit über ihre Bestimmung für die Liturgie hinaus ein großartiges, in allen Teilen bewegendes Bekenntniswerk geschaffen und mit dem Motto auf der ersten Seite der Partitur von 1884 die treffenden Worte gefunden: Das kirchliche Kunstwerk sei das Gebet des Künstlers.

Josef PEMBAUR – Festmesse in F-Dur mit Graduale Haec dies und Offertorium Victimae paschali laudes

Interpreten: Kirchenchor Fulpmes-Telfes, Kammerchor des Ferdinandeums, Orchester des Ferdinandeums
Dirgent: Josef Wetzinger

The King Arthur Seance

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Karl Markovics: Sprecher
Maria Erlacher: Sopran
Ursula Langmayr: Sopran
Markus Forster: Altus
Daniel Johannsen: Tenor
Matthias Helm: Bass
Barruco
Wiener Singakademie Kammerchor

Die Erde im Jahr 2276: unbewohnbar, Luft und Meere vergiftet. Wenige Menschen haben überlebt, befinden sich in einer Art „Recycling- und Ernährungsfabrik” unter der Erdoberfläche. Man feiert den hundertsten Jahrestag der Gründung der „Brüder und Schwestern der Ersten Tage”, liest aus dem Tagebuch der Stadtschreiberin Rebecca, die vor hundert Jahren gelebt hat, und erfährt von einer alten Schallplatte: „King Arthur“ von Henry Purcell. Hier setzt die Komposition „The King Arthur Séance… On Henry Purcell’s Shoulders” von Helmut Jasbar an.

 

 

Bernhard Krol

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Maria Erlacher – Sopran
Helmuth Fintl – Oboe
Bojidar Noev – Klavier

Singspiele

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Edmund ANGERER –  Die Probe der Gratulation, Der Kühehirt von Ulm

Interpreten:

Maria Erlacher – Sopran, u.a.

Kammerorchester des Ferdinandeums
Dirigent und Cembalo: Lorenz Benedikt

Doppel-CD

Bläsermusik Sakral

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Maria Erlacher – Sopran
Martina Gmeinder – Alt
Wilfried Rogl – Tenor
Phillipe Spiegel – Bass

Vokalensemble NovoCanto
Bläserensemble des Ferdinandeums
Leitung: Ernst Schlader

Wie schon die CD musikmuseum 3 lädt diese Aufnahme zu musikalischen Entdeckungsreisen in die selten gehörte Welt der Bläsermusik des 19. Jahrhunderts im Originalklang ein. Im Zentrum stehen geistliche Werke des Bozner Komponisten Jakob Schgraffer (1799–1859), die neben der Harmoniemesse von Johann Baptist Gänsbacher (1778–1844), dem Domkapellmeister am Wiener Stephansdom. Die höchst interessanten Einblicke in rare Musik bieten das Vokalensemble NovoCanto und das Bläserensemble des Ferdinandeums gemeinsam mit hervorragenden Gesangssolisten.

Sakralwerke Aufschnaiter

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Maria Erlacher – Sopran
Bernhard Landauer – Altus
Christophe Einhorn – Tenor
Ralf Ernst – Bass

Neue Innsbrucker Hofkapelle
Leitung: Detlef Bratschke

Benedict Anton AUFSCHNAITER – 2 Messen aus Alaudae V ad aram … op. 6, 1712: Missa Sancti Francisci, Missa Sancti Antonii, 2 Offertorien aus Aquila clangens…, op. 7: Quae est ista, Dignare me, Sonata Sancti Augustini aus Dulcis fidium harmonia, opus 4 (1703)

Diese Produktion enthält die Messe Nr. 1 Missa Sancti Francisci, die Messe Nr. 2 Missa Sancti Antonii aus der 1712 in Passau veröffentlichten Sammlung von fünf Messen opus 6 sowie die Marienoffertorien Quae est ista und Dignare me aus Opus 7 (1719). Aufschnaiter erweist sich in seinen Kirchenwerken als ein tüchtiger Kapellmeister, der völlig zu Recht die geachtete Position des Hof- und Domkapellmeisters des Kardinal-Fürstbischofs von Passau erlangte. Er beherrscht mit Virtuosität das stilistische Repertoire seines Zeitalters. Im Zentrum des Ausdrucks steht die äußere Prachtentfaltung, womit das sakrale Kunstwerk in seiner klanglichen Präsenz dem Prunk der optischen Erhabenheit des Kirchenraums entsprechen und sie so ergänzen konnte. Dies betrifft nicht nur die reiche Orchesterbesetzung, sondern auch die großzügigen Dimensionen der Komposition. Wie den Kirchenraum die reiche Ornamentik durchzieht, so ist die akkurate Fertigkeit in der Handhabung kontrapunktisch raffinierter Techniken immer noch Maßstab für ausgezeichnetes kompositorisches Handwerk. Aufschnaiter, der aus Kitzbühel stammt und in Wien zu einem reifen Meister heranwuchs, gehört zu den bemerkenswerten Komponisten seiner Zeit. Sein umfangreiches Werk repräsentiert in seiner Gesamtheit gewiss ein eminentes Denkmal spätbarocker klingender Sakralkunst.

 

 

 

Sprache der Engel

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W.A.Mozart: Et in carnatus est

Maria Erlacher – Sopran

Swarovski Musik Wattens

 

Jakob Regnart

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Jakob Regnart (ca. 1540-1599), Mariale, Innsbruck 1588

Das Mariale ist Regnarts dritte und letzte Motettensammlung. Jakob Regnart war 1582 als Vizehofkapellmeister an den Innsbrucker Hof Erzherzog Ferdinands berufen worden. Bereits 1585 erlangte er die Stellung des Hofkapellmeisters, in der er bis zum Tod seines Dienstherrn,1596, verblieb. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Regnart als Vizehofkapellmeister in der kaiserlichen Kapelle in Prag. Mit dem Mariale erreichte Regnart den Höhepunkt seines Schaffens. Die Sammlung enthält 23 Motetten für alle Feste zu Ehren der Heiligen Maria. Es ist gewissermaßen ein Bekenntniswerk und als solches mit besonderem Engagement bedacht. Regnart hat sein Meisterwerk, das zudem den ersten umfangreicheren Musikdruck einer tirolischen Offizin repräsentiert, seinem Gönner Erzherzog Ferdinand von Tirol gewidmet.

Diese CD-Produktion bildet den Livemitschnitt eines besonders beeindruckenden Konzerts im herrlichen Ambiente der Basilika von Stift Stams. Da das vollständigeWerk naturgemäß als Sammlung bestimmt war und nicht für eine geschlossene Aufführung, hat der Initiator und Gestalter des Projekts, Manfred Schneider, versucht, aus der ursprünglich punktuell genützten Sammlung einen für eine Konzertvorführung attraktiven Zyklus zu gestalten. Die Abfolge der Motetten blieb unverändert, doch wurde durch die Hinzufügung von Instrumenten wie Gamben, Posaunen, Zinken, Blockflöten, Dulzian, Theorbe, Laute, Harfe und Orgel in bunter Zusammenstellung eine reich differenzierte Klangregie geschaffen. Zusätzliche Effekte ergaben sich bei den ausschließlich nur mit Vokalstimmen überlieferten Werken in der teilweise Auflösung des Satzes zu Partien mit Vokalsoli und Instrumenten, die mit a-cappella-Abschnitten kontrastieren. So ist eine faszinierende Klanginszenierung entstanden, die sich weniger an den historischen Voraussetzungen und Bedingungen der damaligen Zeit orientiert, sondern sich vom zeitlosen Geist dieser herrlichen Musik leiten ließ.

Jakob REGNART – Mariale, Innsbruck 1588 (23 Marienmotetten)

Interpreten: Neue Innsbrucker Hofkapelle
Leitung: Detlef Bratschke

Stadlmayer Cantantibus organis

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Innsbrucker Hofmusik im Stift Stams 2003: Cantantibus organis

Diese CD-Produktion enthält das vollständige Programm des Konzertprojekts „Innsbrucker Hofmusik“, wie es im Juli 2003 in der prachtvollen Basilika von Stift Stams präsentiert wurde. Die Neue Innsbrucker Hofkapelle – ein Spezialistenensemble von Gesangssolisten und Instrumentalisten für die Aufführungspraxis Alter Musik aus internationalen und heimischen Musikern – brachte ausschließlich Kirchenwerke des Innsbrucker Hofkapellmeisters Johann Stadlmayr (1575c-1648) überaus eindrucksvoll zur Aufführung. Im Mittelpunkt standen mehrere, u.a. mit 5 Trompeten groß besetzte Festmotetten und Instrumentalkanzonen aus Stadlmayrs Apparatus musicus, einer prachtvollen Sammlung Geistlicher Musik, die 1645 in Innsbruck erschienen ist und in ihrer Vielfalt, sowohl was den Inhalt als auch die Besetzung der Werke betrifft, einen eindrucksvollen Einblick vermittelt in das beachtliche Leistungsvermögen der damaligen Innsbrucker Hofkapelle. Als ein weiteres Beispiel von Stadlmayrs bedeutender Kunst erwies sich die Aufführung seiner doppelchörigen und mit Zinken, Posaunen, Violinen, Gamben und Basso continuo reich besetzten Missa Jesum omnes diligite, die 1642 als Nr. 4 der Messensammlung Missae concertatae in Innsbruck gedruckt wurde. Auch mit dieser Entdeckung war ein Meisterwerk sakraler Festlichkeit und Erhabenheit zu bewundern.

Johann STADLMAYR – Messe (Missa super Jesum omnes diligite), Nr. 4 aus Missae concertatae, Innsbruck 1631, Te Deum und fünf Motetten (Benedicam Dominum, Ascendo ad patrem, Regina coeli, Cantantibus organis, Cantate Domino), Canzon à 10 und Sonata à 13 aus Apparatus musicus, Innsbruck 1645, Salve regina aus Antiphonae vespertinae, Innsbruck 1636

Interpreten: Neue Innsbrucker Hofkapelle
Leitung: Detlef Bratschke

 

Nagiller Festmesse

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Matthäus Nagiller (1815-1874)

1-4 Symphonie Nr. 1 in C-Moll, Paris
1844 Capella Istropoliana (Bratislave)
Dirigent: Edgar Seipenbusch
Mittschnitt der Konzerte Tiroler Symphonie am 11. und 12. August 2007 in der Basilika von Stift Stams

5-10 Festmesse in B-Dur, op. 18, 1852
Kirchenchor Fulpmes-Telfes & Kammerchor des Ferdinandeums Orchester des Ferdinadneums (Konzertmeisterin: Monika Grabowska)
Dirigent: Josef Wetzinger
Mitschnitt der Konzerte 10. Tiroler Tage für Kirchenmusik 2006 (Teil 1) am 13. und 15. August in der Basilika von Stift Stams

Total Time: 70:53

Christoph Sätzl

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Christoph Sätzl (1592/93-1655)

Ecclesiastici concentus, Innsbruck 162

Christoph Sätzl ist vielleicht der bedeutendste Tiroler Komponist des 17. Jahrhunderts. Sätzl stammt aus Brixen in Südtirol; schon in jungen Jahren wurde er zum Hof- und Domkapellmeister des Tiroler Fürstbischofs ernannt, der in Sätzls Geburtsort seine Residenz hatte. Sätzl erweist sich trotz seiner Jugend dieser geachteten Musikerstellung durchaus für würdig. Zu dieser Zeit erscheint seine Motettensammlung „Ecclesiastici concentus“. Man kann nicht genug über den modernen Impetus dieses herausragenden Sammelwerks von 24 Motetten zum Kirchenjahr staunen, in das Sätzl die ganze revolutionäre Kraft seiner Jugend mit routinierter Könnerschaft einbrachte. Wenige Zeit nach Viadanas Epoche machenden „Cento concerti ecclesiastici“ gelingt damit einem bislang in der Fachwelt nahezu unbekannten Brixner Domkapellmeister ein weiterer Meilenstein in der neuen Stilrichtung der Monodie im Bereich der geistlichen Musik. Mehr noch hat Sätzl über die Anwendung der neuen Satztechnik hinaus innovativ auch das Instrumentarium als integralen Bestandteil einer neuen Form von Motette festgelegt und so einen zumindest für den Alpenraum einzigartigen Typus der Sakralkomposition geschaffen. Diese Sammlung, die sich in einem einzigen Druckexemplar vollständig in der Bischöflichen Zentralbibliothek Regensburg (Sammlung Proske) erhalten hat, gehört zu den bleibenden Musikdenkmälern Tirols und hat Sätzl auch zu seiner Zeit überregional bekannt gemacht. Nach diesem überzeugenden und überragenden Erstlingswerk erschienen in Innsbruck weitere acht Sammlungen geistlicher Werke Sätzls im Druck. Von seinem Ansehen spricht es zudem, dass zahlreiche Werke Aufnahme in berühmte Sammelwerke fanden.

Christoph SÄTZL – Ecclesiastici concentus, Innsbruck 1621 (24 geistliche Motetten zum Kirchenjahr)

Interpreten: Neue Innsbrucker Hofkapelle
Leitung: Detlef Bratschke

 

Porta Caeli Aula Dei

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Musik aus Stift Stams XXII

Auch diese CD gilt dem bedeutenden Werk Pater Stefan Palusellis. Sie repräsentiert den Livemitschnitt der Festkonzerte anlässlich des 200. Todestags von Stefan Paluselli OCist. (1748-1805), die im Juli 2005 in der Basilika von Stift Stams, also an der primären Wirkungsstätte des Komponisten, stattgefunden haben. Im Mittelpunkt der Aufführungen standen konzertante Sakralwerke für Soli, Chor und Orchester, wie sie für besondere Festlichkeiten, vor allem in der Stamser Basilika bestimmt waren. Die Produktion bringt aber auch Palusellis überaus attraktive Partita in D-Dur für Orchester und verweist damit darauf, dass zur damaligen Zeit Instrumentalkompositionen wie Sinfonien, Partiten etc. durchaus auch eine Funktion im Rahmen der feierlichen Liturgie hatten.

Das Werk Stefan Palusellis hat sich glücklicherweise nahezu vollständig im Musikarchiv von Stift Stams erhalten. Ein Werkverzeichnis hat Hildegard Herrmann-Schneider in der Südtiroler Kulturzeitschrift Der Schlern Jahrgang 79, Heft 12, Bozen 2005 veröffentlicht. Daraus geht auch hervor, welche Vielzahl von Kompositionen Palusellis von uns bereits auf CDs dokumentiert wurde.

Tiroler Weihnachtskonzert 2005

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Tiroler Weihnachtskonzert 2005

Johann Stadlmayr war von 1607 bis 1648 Hofkapellmeister in Innsbruck. Seine Weihnachtsmesse Missa Dies est laetitiae gilt als eines der frühesten Beispiele einer Messvertonung, wo schon der spezielle Ausdruck weihnachtlicher Musik zur Geltung kommt. Die Grundlage der Komposition bildet die Weihnachtsmotette Dies est laetitiae, die gewissermaßen als Leitmotiv die komplette Messe in Form und Ausdruck bestimmt. Stadlmayr hat dieses Modell nach Carl Luython (1557/58 Antwerpen – Prag 1620) später in seine 1629 zu Innsbruck herausgegebene Sammlung Moduli symphoniaci mit Weihnachtsmotetten verschiedener Autoren aufgenommen. Neben dieser prachtvollen achtstimmigen Messe bilden insbesondere Motetten aus Stadlmayrs 1645 in Innsbruck erschienenen Sammlung Apparatus musicus den Hauptteil dieser Produktion. Der umfangreiche und vielleicht wichtigste Druck der Tiroler Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts umfasst 50 Nummern, überwiegend Motetten, dazu einige Instrumentalstücke. Neben kleiner besetzten Motetten des ersten Teils, wo die Kunstfertigkeit der polyphonen Kompositionstechnik mit der Meisterschaft überaus virtuos geführter Vokalstimmen sich ideal verbindet, finden sich überwiegend vielstimmige mehrchörige Werke mit reichhaltiger Instrumentalbesetzung. Die Sammlung ist so gewissermaßen auch ein bleibendes Zeugnis für die überragende Kunst der Innsbrucker Hofkapelle der damaligen Zeit.

Johann STADLMAYR – Messe (Missa Dies est laetitiae), Nr. 5 aus Missa octo vocum, Augsburg 1596/1610, sieben Motetten (Audite gentes, Exsultate Deo, Exaltabo te, Dominus illuminatio mea, Tribus miraculis, Laetamini in Domino, Dies sanctificatus, Ave gratia plena), Canzon à 8 und Sonata à 12 aus Apparatus musicus, Innsbruck 1645, Ave regina und Alma redemptoris und Ave regina aus Antiphonae vespertinae, Innsbruck 1636, Beata immaculata aus Moduli symphoniaci, Innsbruck 1629

Interpreten: Neue Innsbrucker Hofkapelle
Leitung: Josef Wetzinger

Kirchenmusik 2001 Hall

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Tiroler Weihnachtskonzert 2007

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Tiroler Weihnachtskonzert 2007

Das Musikarchiv von Stift Stams ist neben der Musiksammlung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum eine der großen musikalischen Schatzkammern Tirols. Der Notenbestand, der vor allem auch eine Vielzahl von Quellen des späten 18. Jahrhunderts umfasst, ist aufgrund seines Inhalts wie ausgezeichneten Erhaltungszustands von überregionaler Bedeutung. Aus diesem reichen Fundus hat Manfred Schneider dieses Tiroler Weihnachtskonzert zusammengestellt, organisiert und gestaltet. Wie bereits alljährlich seit 1988 wurden jedes Mal Neuentdeckungen aus Tirols großartiger Musikgeschichte vorgestellt. Die Idee des Tiroler Weihnachtskonzerts 2007 war die Klanginszenierung einer feierlichen Weihnachtsmette, wie sie sich im frühen 19. Jahrhundert hätte realisiert werden können.

Den Mittelpunkt bildet dabei die festliche Weihnachtsmesse Missa pastorella, um 1775 für Vokalsolisten, Chor und Orchester von Karl Constanz (1747-1817), der als Domorganist in Brixen/Südtirol wirkte. Eingeflochten in die Messe sind musikalische Szenen der Weihnachtsgeschichte, die von Komponisten wie Nonnosus Madlseder OSB (1730-1798) aus Meran, Stefan Paluselli OCist. (1748-1805) aus Kurtatsch in Südtirol oder Edmund Angerer OSB (1740-1794) aus St. Johann in Tirol als Gebrauchsmusik geschaffen wurden, doch in ihrer innigen und ergreifenden Wirkung auch noch gegenwärtig überaus beeindruckend sind. Den stimmungsvollen Abschluss bildete das Weihnachtslied Stille Nacht heilige Nacht in der heute bekannten Fassung, die der Überlieferung Tiroler Nationalsängern zu verdanken ist.

Die ersten Sänger, die dieses heute so vertraute Lied in ihrem Repertoire hatten, waren die Geschwister Strasser aus Laimach im Zillertal. Sie haben die ursprünglich von Franz Xaver Gruber in Oberndorf in Salzburg für die Weihnachtsmette 1818 komponierte Weise für ihren musikalischen Geschmack zurecht gesungen und so ein Volkslied daraus gemacht. In dieser Tiroler Fassung ist das Lied verbreitet worden, in zahlreichen Druckwerken als Lied aus dem Zillertal oder Tiroler Volkslied, ferner durch wandernde Sängergesellschaften aus Tirol, die im 19. Jahrhundert in ganz Europa mit ihren Liedern Furore machten. Der Erstdruck der Fassung der Strasserkinder ist treu diesen trefflichen Natursängern nachgeschrieben, so lautet es im Sammeldruck Vier ächte Tyroler Lieder von 1833 (Dresden: A. R. Friese). Eine exakte, anonyme Abschrift dieses Drucks hat sich in Stams aus dem Jahr 1849 erhalten, wo Stille Nacht wie bei nahezu allen Traditionen des Liedes wiederum als Tyroler Weihnachtslied überliefert ist.

Tiroler Weihnachtskonzert 2006

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Tiroler Chorregenten des 19. Jahrhunderts trafen mit ihrer Musik einen einfühlsamen Ton, der damals wie heute die Zuhörer ergreift: Die bewegende Pastoralmesse von Alois Bauer (Reutte) besticht ebenso wie die Weihnachtslieder, Arien und die Instrumentalmusik von Josef Abenthung (Götzens), Wilhelm Lechleitner, Johann Rangger, Anton Ignaz Posch (Absam) und die Lieder aus volksmusikalischer Überlieferung, wie das Hirtenlied Ihr Hirten erwacht oder das berührende Christkindl-Wiegenlied Es wird scho glei dumpa.

Tiroler Tage für Kirchenmusik 2007

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Tiroler Tage für Kirchenmusik 2007

Maria Erlacher (S)
Monika Duringer (A)
Johannes Puchleitner (T)
Ralf Ernst (B)

Chor und Orchester des Akademischen Musikvereins für Tirol
Leitung: Josef Wetzinger

 

Diese CD-Produktion ist das klingende Abbild einer denkwürdigen Veranstaltung mit großartiger Sakralmusik in der Basilika von Stift Stams. Johann Baptist Gänsbachers Requiem in Es-Dur aus dem Jahr 1811 gehört zu den besten Werken des aus Sterzing in Südtirol stammenden Komponisten, der es bis zur Stellung des angesehenen Domkapellmeisters zu St. Stephan in Wien gebracht hat. Die erhabene Komposition beeindruckte schon die Zeitgenossen Gänsbachers und zählte so zum Repertoire zahlreicher Chöre. Es erklang u.a. vor allem auch in der Wiener Hofkapelle zu repräsentativen Trauerakten. Schon kurz nach der Uraufführung konnte man das Requiem 1812 in Prag hören. Der Erfolg der Prager Aufführung führte zur Drucklegung. Carl Maria von Weber hat das Requiem 1814 ebenfalls in Prag aufgeführt und berichtete seinem Freund Gänsbacher: Es ging gut und ich war im Geiste bei dir, es ist ein treffliches Werk … und ich hätte Dich dafür küssen mögen. Als Josef Netzer um 1827 als junger Absolvent des Innsbrucker Musikvereins nach Wien kam, um seine Studien fortzusetzen, begab er sich zuerst in die Obhut seines berühmten Tiroler Landsmannes Johann Baptist Gänsbacher. Dieser konnte allerdings die hochgesteckten Erwartungen des jungen Romantikers, der inzwischen mit Franz Schubert innige Freundschaft geschlossen hatte, nicht erfüllen. So nahm Netzer Unterreicht bei Simon Sechter, dessen konsequente Lehre ihm den gewünschten Erfolg versprach. Zum Abschluss der strengen mehrjährigen Schulung durch Sechter schuf Netzer, wohl vor allem aus Dankbarkeit seine einzige Messe und vermutlich auch die beiden Gradualien sowie das Offertorium. Die Messe wurde 1839 in der Innsbrucker Pfarrkirche St. Jakob uraufgeführt und fand den Beifall aller Kenner, wie der Berichterstatter im Tiroler Boten hervorhob. Netzers Zukunft als Komponist lag nicht auf dem Gebiet der Kirchenmusik, sondern erlangte ihre Bestimmung im Bereich der Symphonik und Oper, wo ihm überzeugende Werke gelangen. Eine Vorahnung seiner großen Begabung im Bereich ausdrucksstarker romantischer Empfindung vermittelt eindringlich das Graduale Justus ut palma.

Johann Baptist GÄNSBACHER – Requiem in Es-Dur
Josef NETZER – Festmesse in B-Dur, Benedicam Dominum, Justus ut palma, Omnes gentes plaudite Johann Sebastian BACH / Bearbeitung
Josef NETZE – Fuge in cis-Moll (Wohltemperiertes Klavier, Teil 1)

 

Tiroler Weihnachtskonzert 1999

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Tiroler Weihnachtskonzert 1999

Mieke van der Sluis (S)
Bernhard Schafferer (A)
Albert Frey (Cantus)
Maria Erlacher (S)
Lydia Vierlinger (A)
Bernd Lambauer (T)
Klaus Kuttler (B)

Kammerchor des Ferdinandeums, Instrumetalensemble auf Barockinstrumenten Leitung: Josef Wetzinger

Weihnachtsmusik der Innsbrucker Hofkapelle des 17. Jahrhunderts

Das Tiroler Weihnachtskonzert 1999 bringt erstmals und exklusiv Weihnachtsmusik der berühmten Innsbrucker Hofkapelle des 17. Jahrhunderts zur Zeit Erzherzog Leopolds V. , Erzherzogin Claudias und Erzherzog Ferdinand Karls. Damals wirkten Johann Stadlmayr, einer der angesehensten Komponisten seines Zeitalters, und nach ihm Ambrosius Reiner als Hofkapellmeister in Innsbruck. Weihnachtsmotetten beider Komponisten enthält die Sammlung Odae sacrae…, die 1638 in Innsbruck bei Johann Gäch erschien. Ebenfalls in Innsbruck gedruckt wurden Stadlmayrs herrliche Weihnachtsmesse (1642) und weitere Weihnachtsmotetten unter dem Titel Moduli Symphoniaci … (1629). Aus diesen Innsbrucker Drucken wurde das Programm für dieses Konzert zusammengestellt. Die Originaldrucke aus einer faszinierenden Zeit der Kulturgeschichte Tirols befinden sich heute verstreut in der Königlichen Bibliothek Brüssel, in der Nationalbibliothek Paris und der Bayerischen Staatsbibliothek München. Wir haben sie in Kopie für das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum erworben und modernes Aufführungsmaterial erstellt. Für barocke Klangpracht sorgen im Orchester Geigen, Gamben, Cello, Violone, Blockflöten, Dulzian, Zinken und Posaunen, dazu ein fülliger Basso continuo mit Orgel, Cembalo, Theorbe, Harfe und Hackbrett.

Johann STADLMAYR – Weihnchtsmesse Coelo rores, Resonet in laudibus, Coelo rores fluunt flores, Canite coelites, Deponite metum, O quod solatiumQuis mutuos amores
Ambrosius REINER – Dein große Lieb o Jesulein, Quid vidistis pastores
ANONYMUS – Geboren ist uns ein Kindlein klein

 

 

Tiroler Weihnachtskonzert 2003

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Tiroler Weihnachtskonzert 2003

Weihnacht in der Innsbrucker Hofkapelle Erzherzog Ferdinands von Tirol Die Innsbrucker Hofkapelle Erzherzog Ferdinands war eine der angesehensten fürstlichen Kapellen des späten 16. Jahrhunderts. Mit dieser CD-Produktion wird erstmals Weihnachtsmusik dieser berühmten Kapelle vorgestellt. Um ein solches Projekt verantwortungsvoll zu realisieren, wurden in den letzten Jahren alle zugänglichen Quellen zur Innsbrucker Hofkapelle in der Literatur und vielfach in Zusammenarbeit mit europäischen Bibliotheken und Archiven umfassend recherchiert. So konnte es gelingen, dass das in Drucken erhaltene Repertoire der Innsbrucker Hofkapelle nahezu vollständig in Kopie wiederum nach Innsbruck gebracht werden konnte. In der Folge wurden große Teile des historischen Materials in moderne Notenschrift transferiert und die einzelnen Stimmbücher zu brauchbaren Partituren für die gegenwärtige Aufführungspraxis zusammengefügt. Aus dem umfassenden Bestand hat Manfred Schneider mit Werken von Jakob Regnart (um 1540-1599), Franz Sales (um 1540-1599), Christian Hollander (um 1510- um 1568), Blasius Amon (um 1560-1590) und Leonhard Lechner (um 1553-1606) eine Auswahl getroffen und ein Konzept geschaffen, das gewissermaßen eine feierliche Weihnachtsmette der damaligen Zeit in idealtypischer Form repräsentiert. Dazu war es auch nötig, den ausschließlich nur mit Vokalstimmen überlieferten Werken mit dem Einsatz einer bunten Vielfalt von Musikinstrumenten und der teilweise Auflösung des Satzes zu Vokalsoli und Instrumenten eine variantenreiche Klanggestaltung zu verleihen, die der Intention dieser großartigen Musik durchaus gerecht wird. So ist eine fantasievolle Klanginszenierung entstanden, die sich weniger an den historischen Voraussetzungen und Bedingungen der damaligen Zeit orientiert, sondern sich vom zeitlosen Geist dieser herrlichen Werke leiten ließ.

Franz SALES – Missa super Exultandi tempus est aus Patrocinium musices, München 1598
Blasius AMON – Ecce Dominus veniet, Puer natus est, Parvulus filius
Jakob REGNART – Hodie Christus natus est, Puer natus est, Stella quam viderant, Resonet in laudibus
Christian HOLLANDER – Postquam consumati essent
Leonhard LECHNER – Puer natus est, Laudate Dominum, Cantate Domino

Interpreten: Neue Innsbrucker Hofkapelle
Leitung: Detlef Bratschke

Tiroler Weihnachtskonzert 2001

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Tiroler Weihnachtskonzert 2001

Weihnachtsmusik aus dem Repertoire der Innsbrucker Hofkapelle und dem Königlichen Damenstift zu Hall Johann Stadlmayr (um 1575-1648), Hofkapellmeister in Innsbruck von 1607 bis 1648 Weihnachtsmotetten und Magnificat, sowie Christoph Sätzl (1592/93-1655), Kapellmeister am Königlichen Damenstift von 1632 bis 1655, Weihnachtsmesse. Die Verknüpfung von Musik der Innsbrucker Hofkapelle mit jener des Haller Damenstifts war die Intention unseres Tiroler Weihnachtskonzerts 2001. Die Programmidee bildete die Vorstellung einer Weihnachtsmette des 17. Jahrhunderts, wobei Besinnlichkeit gleichwie Festlichkeit in barocker Klangpracht ihren Ausdruck finden. Wir haben zur Realisierung dieses Konzepts nicht nur eine stimmige Abfolge und gewissermaßen schlüsssige Dramaturgie entworfen, sondern auch in der farbenreichen Besetzung darauf geachtet, dass diese herrlichen Kompositionen, die ausschließlich in Tirol geschaffen und gedruckt wurden, ihre intendierte Wirkung bestmöglich entfalten können.

Johann STADLMAYR – 2 Alma redemptoris und Salve regina aus Antiphonae vespertinae, Innsbruck 1636, Puer natus in Bethlehem aus Moduli symphoniaci, Innsbruck 1629, Canzon à 6, Jubilate Deo, Dies sanctificatus aus Apparatus musicus, Innsbruck 1645, Laetare virgo aus Odae sacrae, Innsbruck 1638, Magnificat Nr. 7 aus Cantici Mariani, Innsbruck 1618
Christoph SÄTZL – Messe (Missa III à 5 Laetare virgo), Nr. 3 aus Missae quatuor novae, Innsbruck 1661, Dormi fili, Motette Nr. 12 aus Cantiones Genethliacae, Innsbruck 644

Interpreten: Neue Innsbrucker Hofkapelle, Leitung: Josef Wetzinger

Weihnachtskonzert III - Caritas

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Die CD ist eine Besonderheit mit festlich barocker Musik. Mit je einer Weihnachtsgeschichte, gelesen von Altbischof Stecher.

Tiroler Weihnachtskonzert 2002

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Dorothee Mields, Maria Erlacher, Neele Gramß, Sopran
Bernhard Landauer, Altus
Ralf Ernst, Bass

Kammerorchester des Ferdinandeums Konzertmeister: László Paulik
Dirigent: Josef Wetzinger